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Methoden, Tipps und Antworten auf häufige Fragen rund um Facilitation.

Grundlegende Moderationsmethoden


Dot Voting (Punktabfrage)

Jeder Teilnehmer bekommt eine begrenzte Anzahl Punkte (oft 3–5) und klebt sie auf Optionen, die ihm wichtig sind. Gut für schnelle Priorisierungen in Gruppen. Funktioniert in unter 10 Minuten – auch in großen Gruppen. Achtung: Wer zuerst klebt, beeinflusst andere. Deshalb besser alle gleichzeitig abstimmen lassen oder digitale Tools nutzen.

Fist to Five

Zustimmungsskala von 0 (Faust = absolutes Veto) bis 5 (ausgestreckte Hand = volle Zustimmung). Schneller als Abstimmungen, zeigt Nuancen. Ein 2 ist anders als ein 4. Als Moderator erklärt man: Alles unter 3 stopp – dann muss die Person sprechen. Das erzwingt echte Beteiligung ohne lange Diskussionen.

Timeboxing

Feste Zeitgrenzen für jeden Agendapunkt. Klingt simpel. Die meisten machen es trotzdem falsch – weil die Zeit gesetzt, aber nicht konsequent eingehalten wird. Wenn 10 Minuten vergeben sind, sind 10 Minuten vergeben. Der Moderator stoppt auch dann, wenn die Gruppe noch redet. Ergebnis: Fokus steigt, Endlos-Diskussionen fallen weg.

1-2-4-All (Liberating Structures)

Erst alleine nachdenken (1), dann zu zweit besprechen (2), dann in Vierergruppen (4), dann im Plenum teilen (All). Das Muster sorgt dafür, dass auch Introvertierte ihre Ideen einbringen – bevor sie von anderen übertönt werden. Sehr effektiv für Brainstorming-Phasen, wo die ersten drei Lautsprechenden sonst die Agenda setzen.

World Café

Mehrere Tische mit verschiedenen Fragestellungen. Teilnehmer rotieren nach einer Runde und setzen die Diskussion auf dem Papier des Vorgängers fort. Gut für große Gruppen, die viele Perspektiven zusammenführen sollen. Braucht Platz, gutes Material (Flipchart-Papier direkt auf den Tischen) und einen klaren Abschluss, der Ergebnisse sichert.

Häufige Fragen


Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Moderator und Facilitator?

Im deutschsprachigen Raum werden beide Begriffe oft gleichgesetzt. In der internationalen Praxis ist Facilitation etwas breiter: Der Facilitator gestaltet nicht nur den Prozess eines Meetings, sondern auch den Rahmen, die Energie und die Struktur des gesamten Arbeitsprozesses einer Gruppe. Moderation bezieht sich oft konkreter auf das Leiten eines einzelnen Gesprächs. In unseren Kursen nutzen wir beide Begriffe – und erklären die Unterschiede praxisnah.

Muss ich Vorkenntnisse mitbringen?

Für den Tagesworkshop und das Intensivtraining: nein. Sie müssen keine Theorie mitbringen. Sie brauchen eigentlich nur Offenheit, vor anderen zu sprechen und Fehler zu machen – das ist hier ausdrücklich erwünscht. Das Zertifikatsprogramm setzt keine Vorkenntnisse voraus, erfordert aber die Bereitschaft für Eigenstudium zwischen den Kurstagen.

Gibt es Firmenbuchungen?

Ja. Ab drei Personen aus demselben Unternehmen bieten wir Gruppenrabatte an. Für Inhouse-Trainings (wir kommen zu Ihnen) sprechen Sie uns direkt an: [email protected] oder +49 711 482 90548.

Welches Zertifikat bekomme ich?

Alle Kurse schließen mit einem Teilnahmezertifikat der ModerationsWerkstatt Stuttgart ab. Das Zertifikatsprogramm ist zusätzlich IHK-anerkannt. Eine IAF-Anerkennung (International Association of Facilitators) kann auf Antrag separat beantragt werden – die Kursstunden werden dabei angerechnet.

Was passiert nach dem Kurs?

Acht Wochen lang können Sie Fragen per E-Mail stellen. Dazu gibt es eine monatliche Online-Sprechstunde für alle Alumni – kostenfrei. Wer möchte, kann sich in unsere Teilnehmer-Community einschreiben und Praxisbeispiele teilen.

Was ist, wenn ich krank werde?

Bis 14 Tage vor Kursbeginn: volle Rückerstattung. Zwischen 14 und 7 Tagen: 50%. Weniger als 7 Tage: kein Erstattungsanspruch, außer bei Krankheitsnachweis. In dem Fall können Sie kostenfrei auf einen späteren Termin umbuchen.

Kann ich den Kurs auf Englisch belegen?

Unsere Trainerin Miriam Schulz leitet Kurse auch auf Englisch, primär für internationale Teams. Schreiben Sie uns – bei ausreichend Interesse organisieren wir englischsprachige Termine.